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Keyboard

Ein wenig Geschichte…

Das Geburtsjahr der elektronischen Tasteninstrumente ist das Jahr 1885, in welchem E. Lorenz das erste brauchbare elektromechanische Instrument herstellte. Zwei Jahre später präsentierte Thaddeus Cahill das Dynamophon – den ersten Synthesizer, der allerdings nur Sinustöne lieferte. 1906 wurde dann die Elektronenröhre erfunden, welche die Grundlage für viele moderne Instrumente bildet. Friedrich Trautwein ertüftelte dann 1924 das Trautonium, 1934 erschuf Laurens Hammond die Hammond-Orgel, aber der erste spannungsgesteuerte Synthesizer wurde von Robert Moog erfunden. Wenig später, im  Jahre 1970, folgte dann der Minimoog, der erste tragbare Synthesizer. In den 1980er Jahren etablierte sich dann durch die neuen Möglichkeiten der digitalen Klangerzeugung das heute gebräuchliche Keyboard. Das E-Piano wurde dann mit dem Aufkommen der Sampling-Technik in den 1990er Jahren populär. Ebenfalls in den 1990er Jahren wurden die ersten Keyboards fürHobby-Instrumentalisten auf den Markt gebracht – Geräte, die man sich als Otto-Normalverbraucher leisten konnte. Heute gibt es nun eine breite Palette von Modellen verschiedener Hersteller, die ganz verschiedene Ansprüche abdecken.

Definition Keyboard:

Keyboard ist im deutschen Sprachgebrauch darum ein Oberbegriff für Musikinstrumente, die als elektrophone Tasteninstrumente ihre Töne elektronisch erzeugen (wie beispielsweise Synthesizer, E-Pianos oder elektronische Orgeln) oder mechanisch erzeugte Töne elektrisch abnehmen und verstärken (beispielsweise das Clavinet). Bezeichnend ist oft das Anspielen mit einer Klaviatur, die elektroakustische Wiedergabe durch bereits eingebaute Lautsprecher und die unproblematische Transportmöglichkeit (Portable Keyboard).

Im oberflächlichen Sinne wird Keyboard auch für Masterkeyboards und ganz allgemein für alle irgendwie Portable-Keyboard-ähnlich aussehende Tasteninstrumente verwendet. Eine saubere Abgrenzung und Zuteilung der Geräte, die alle unter den  Begriff Keyboard fallen, bezüglich der Art der Tonerzeugung und Ausstattung ist aufgrund der grenzenüberschreitenden Variationen und aufgrund der historischen Entwicklung schwer bis gar nicht möglich.

Das Masterkeyboard:

Ein Masterkeyboard ist eine Klaviatur mit integriertem MIDI-Controller zur Erzeugung von Steuerdaten (MIDI-Befehle) – allerdings (ganz wichtig) ohne die Funktionalität, einer eigenen Klangerzeugung.

Der MIDI-Ausgang des Masterkeyboards kann (oder vielmehr muss) an ein Soundmodul oder einen Computer angeschlossen werden, damit die Klänge zu leben beginnen. Ein Sequenzer (z. B.  ein Computer mit einer entsprechenden Sequenzersoftware) kann darüber hinaus alle Controller-Bewegungen des Keyboards als MIDI-Daten aufzeichnen und später auf beliebigen MIDI-fähigen Geräten wiedergeben lassen.

Einfache Masterkeyboards sind schon ab ca. 30 Euro erhältlich und verfügen meistens über 2 Oktaven mit Mini-Tasten ohne Anschlagsdynamik. Die hochwertigeren Masterkeyboards verfügen dagegen über eine größere Anzahl von hochwertigeren Tasten z.B. 88 gewichtete Standard-Tasten mit Hammermechanik – um  damit das Spielgefühl eines Klaviers simulieren zu können.  Neben der Klaviatur bietet das Keyboard Spielhilfen wie Modulationsräder, Aftertouch und andere MIDI-Sondertasten, um die meistens über MIDI angeschlossene Geräte steuern zu können (beispielsweise um Instrumentalklänge auf diesen Geräten auszuwählen zu können). Seit dem USB-Siegeszug bieten Masterkeyboards neben einem MIDI-Anschluss selbstverständlich auch einen USB-Anschluss, der die Möglichkeiten der Steuerung durch den wesentlich größeren Datentransfer vervielfacht.

Die meisten Digitalpianos und Personal Keyboards verfügen zumeist ebenfalls über einfache Masterkeyboard-Funktionen.

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